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Irland und die EU: 40 Jahre Mitgliedsschaft


Brigid Laffan, Professor für Europäische Politik, University College Dublin.

Denkt der Tage die einst waren,
Daß wir noch sein in künftiger Zeit
Die unzähmbare Irenheit          W.B. Yeats


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Die 7. irische Ratspräsidentschaft findet genau 40 Jahre nach dem Beitritt Irlands zur Europäischen Union am 1. Januar 1973 statt. Mit diesem Tag begann eine neue Phase in den Beziehungen des irischen Staates und seines Volkes zu den damals neun anderen Staaten und Völkern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. 

Damals im Jahr 1973 wurde der Beitritt mit einer Mischung aus Aufregung und Besorgnis erwartet.  Irland kehrte nach Europa zurück, in eine ferne Vergangenheit, deren Erinnerung aber noch am Leben war.  Dieser kleine Staat würde nun an einem Tisch sitzen mit anderen Mitgliedern eines wichtigen globalen Clubs, der auch die scharfen Kanten der Beziehungen zu unseren großen und nächsten Nachbarn etwas abrunden würde.  Allerdings bestand auch die Sorge, ob die irische Wirtschaft in der Lage sei, in diesem neuen herausfordernden Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.

Seit dem Januar 1973 haben sich die EU und Irland grundlegend gewandelt. Irland tritt diesmal die Ratspräsidentschaft über eine 27 Mitgliedsstaaten umfassende EU an, mit einem stark integrierten Markt und einer gemeinsamen Währung in 17 Ländern. Massive Direktinvestitionen aus den USA und aus dem europäischen Kohäsionsfonds haben geholfen, Irland zu einer ungemein offenen, wettbewerbsfähigen und exportorientierten Wirtschaft zu machen.  Sogar in den gegenwärtigen Zeiten und dem extrem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld haben traditionell starke irische Wirtschaftszweige alles übertroffen, was man zum Zeitpunkt des irischen Beitritts für möglich gehalten hätte.

Die EU-Mitgliedschaft ist heute ein anerkannter Teil unserer Identität. Die EU hat Auswirkungen auf viele politische Bereiche von der Gesundheitspolitik über Lebensmittelstandards bis zu Gleichbehandlungsfragen. Zeichen der Auswirkungen auf die Gesellschaft sind überall um uns sichtbar, in den Supermärkten, wo kontinentaleuropäische Waren verkauft werden, in den ländlichen Gegenden, die sich grundlegend verändert haben, in der irischen Studentenschaft, die heute dank des Erasmus-Programms im Ausland studieren und in der Anwesenheit von Arbeitnehmern aus anderen EU-Ländern in unseren Städten und Gemeinden. Die irische Kultur hat sich verändert, sie fühlt sich anders an, klingt anders, spricht anders.

Allerdings besteht heute die Gefahr, dass wir die Unterstützung, die uns zur Verfügung steht, als Selbstverständlichkeit erachten. Damals war unsere Hauptmotivation für den Beitritt ein Platz am runden Tisch. Heute bestimmt Irland den Weg der EU mit und spielt indirekt auch weltweit eine Rolle, die über alles hinausgeht, was wir sonst hätten erhoffen können.

Wahrscheinlich der bedeutendste Beitrag Irlands zur EU ist der Erfolg unserer Mitgliedschaft, die anderen Mitgliedsstaaten in guten und schlechten Zeiten als Vorbild dienen kann. Irland hat gezeigt, dass kleine, relativ arme Staaten in der EU erfolgreich sein können. Und dennoch haben wir unsere "unbezähmbare Irenheit" bewahrt.

Lesen Sie mehr darüber, wie Irland das Potenzial der EU-Mitgliedschaft nutzt, und über Irlands Beitrag zur EU

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